Die Münchener Bindungskonferenz war eine lange Reise wert

Bindungskonferenz

bindung2Mehr als 1200 gefahrene Kilometer und endlose Autobahnstunden war den acht ZfsA-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen das Ziel München an diesem Wochenende wert. Nicht eine Vergnügungsreise war der Anlass, sondern die 13. Internationale Bindungskonferenz. Auf ihr reflektierten Wissenschaftler, Ärzte, Pädagogen und Therapeuten die Folgen von Bindungsverlusten im Kontext von Migration.

Eine Erfahrung, die fast alle Flüchtlinge zwangsweise machen und die die soziale Arbeit vor viele offene Fragen stellt. Welche neurologischen Folgen haben starke Traumata, welche Rolle spielen neue Bindungspersonen, gibt es Faktoren, die vor Vertrauensverlust schützen und was müssen aufnehmende Familien, Arbeitgeber oder allgemein das neue Umfeld wissen?

Ein „Betriebsausflug“, der anregte, die Paradigmen der eigenen Flüchtlingsarbeit zu überprüfen. Der aber darüber hinaus auch deutlich machte, dass soziale Arbeit nur erfolgreich sein kann, wenn Politik und Gesellschaft mitziehen. Wer als Flüchtling in seiner neuen Heimat wiederum angefeindet oder bedroht wird, bzw. extremen Anpassungsdruck erfährt, verliert seine Bindungsfähigkeit oftmals endgültig. Diese Konsequenz sollte nicht nur dem Münchener Fachpublikum vorbehalten bleiben.

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