Flüchtlingsarbeit: Das Wissen wächst, die Grenzen bleiben

trost-alexander

Viele aktuelle Forschungsergebnisse zur Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen, aber auch bekannte Rückschlüsse. So das Fazit der ZfsA-Veranstaltung am Montag im Burtscheider Pfarrsaal St. Johann. Rund 25 TeilnehmerInnen aus dem Zentrum und anderen regionalen Jugendhilfeeinrichtungen waren gekommen, um Professor Alexander Trosts Vortrag zu neurobiologischen und Bindungsaspekten in der Flüchtlingsarbeit zu hören. Das Referat zog einen weiten Kreis von den kindlichen Grundbedürfnissen über neurobiologische Folgen von Stress, Angst und Traumata, über Gedächtnis und Bindungstheorien bis zu möglichen Hilfsangeboten. Im Anschluss diskutierten die Anwesenden die wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf ihre alltägliche pädagogische Praxis. Unausweichlich blieb am Ende wieder einmal die Feststellung, dass ohne ein dauerhaftes Bleiberecht ein Großteil der Maßnahmen und Therapien ins Leere läuft. Wer in Angst lebt, abgeschoben zu werden, hat meistens weder die Kraft, die Energie noch die Motivation sich eine Zukunft aufzubauen. Nur wenn die Politik die notwendigen Regelungen schafft, kann soziale Arbeit fruchten. Gute Vorlagen aus der Forschung, das zeigte der Vortrag, sind da.

Foto: KatHO Aachen

Dieser Beitrag wurde in Allgemein veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.

Mit uns auf dem Weg:

Wir danken unseren Sponsoren ganz herzlich!

Webdesign: XIQIT GmbH, Aachen
© Zentrum für soziale Arbeit, Aachen-Burtscheid