Wohnen für junge Flüchtlinge in modularer Form (WJF)

Eine Zwischenlösung in mehrfacher Sicht

Es wäre ein Einfaches zu sagen, unser Haus ist voll. Doch in der fast 165-jährigen Geschichte des evangelischen Frauenvereins gab es nie ein Abfinden mit Gegebenheiten, wenn es um das Wohl von Kindern und Jugendlichen ging. Immer wurden neue Wege und Hilfeformen gesucht, um auf Notlagen zu reagieren. Deshalb möchten wir auch heute nicht kapitulieren vor dem anhaltend hohen Zustrom junger unbegleiteter Flüchtlinge und gemeinsam mit der Politik, den Jugendämtern und der Bevölkerung nach Lösungen zur ihrer Betreuung suchen. Als Wohnstandort auf Zeit errichten wir daher in direkter Nachbarschaft zu unserem Haupthaus mehrere mobile Einheiten. Sie sind gruppiert auf ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück und jugendgerecht eingerichtet. Sie ermöglichen uns die Aufnahme von bis zu 20 Jugendlichen in zwei Regelwohngruppen mit einer 24-Stunden-Betreuung und als zusätzliche Option, die Unterbringung von 4 neuankommenden Flüchtlingen im Rahmen der Erstversorgung.

Das Leben in Gemeinschaft ist gerade für junge Flüchtlinge besonders wichtig, da sie ihren ursprünglichen sozialen und familiären Zusammenhalt verloren haben. Nach einer oft langen Odyssee erfahren sie hier das stärkende Miteinander von Gleichaltrigen ebenso wie die pädagogisch-therapeutischen Hilfen durch unser Team. Eine ideale Ergänzung in der Begleitung der jungen Menschen bietet die beiden Burtscheider Pfarren, insbesondere St. Gregor, dessen unmittelbar angrenzenden Pfarrräume und -angebote für das Projekt mitgenutzt werden können.

In Ruhe Ankommen können, aber auch den Blick wieder nach vorn richten – das modulare Wohnen ist nicht nur räumlich ein notwendiger Zwischenschritt.

 

Ansprechpartner WJF

Daniel Marek
d(.)marek{at}zfsa(.)de
0241 60907-805

Zielgruppe:männliche minderjährige Jugendliche, in der Regel ab 14 Jahre
Plätze:2 x 9+1 vollstationäre Plätze in den Regelwohngruppen; 4 Plätze im Rahmen einer dreitägigen Erstversorgung
Ausstattung:24 Wohn-, Sanitär- und Wirtschaftscontainer, Gemeinschaftsräume, „Raum der Stille“, Nutzung der jugendgerechten Außenanlage des Zentrums,
Mitarbeiter/innen:Diplom-Sozialarbeiter, Diplom-Sozialpädagogen, Bachelor/Master of Arts „Soziale Arbeit“, Erzieher mit vielfältigen Zusatzqualifikationen (z.B. interkulturelle Arbeit, Ausländerrecht, Traumapädagogik), haustechnische Betreuung
Rechtliche
Grundlage:
Inobhutnahmen nach § 34 ff SGB VIII

 

  • Unsere Leistungen (zur Inobhutnahme siehe Erstversorgungsgruppe):

    • individualpädagogische Betreuung durch Bezugspädagogen und 24 Stunden Erreichbarkeit
    • Kontinuierliche Einzel- und Gruppenarbeit
    • Unterstützung beim Aufarbeiten der Fluchtgeschichte und traumatischer Erlebnisse
    • Anleitung zu eigenständiger Lebensführung
    • Entwicklung einer Schul- oder Berufsperspektive
    • Sprachförderung
    • Begleitung bis zur Verselbstständigung, dem Bezug der eigenen Wohnung oder Hilfestellung bei der Rückkehr ins Heimatland
    • Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Jugendamt und RAA
    • Freizeitpädagogische Angebote

Mit uns auf dem Weg:

Wir danken unseren Sponsoren ganz herzlich!

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