Ein Reisepass geht auf Reise

Reisen verbindet Menschen. Doch während die Heiligen Drei Könige einfach dem Stern über Staatsgrenzen hinweg nach Bethlehem folgten, öffnet sich heute der Schlagbaum nur dem, der das richtige Dokument mit sich führt. Dies jedenfalls galt, bis Corona auf den Plan trat. Nun heißt es – ob mit oder ohne Reisepass – auch für die Kinder und Jugendlichen des ZfsA: stay at home. Sie vermissen weniger ferne Länder als die alltäglichen Begegnungen mit ihren Freunden aus den anderen Wohngruppen des Zentrums. Um dennoch in Verbindung zu bleiben, wurden in den letzten Wochen von allen Bewohnern und Bewohnerinnen Reisepässe gebastelt. Mutet der Umschlag noch amtlich an, wird es auf den Innenseiten kreativ und persönlich. Selbstgestaltete Porträts, weitergereichte gute Wünsche und die geplante Reiseroute füllen die Seiten des Passes. Fertiggestellt geht es auf Tour. Und natürlich gibt es von jeder Gruppe einen Stempel, in die mit viel Neugierde und Freude studierten Pässe. Während sie nach vielen Stationen zu ihren Besitzern zurückkehren werden, bleibt in jeder Gruppe ein mitgeschicktes Windlicht zurück. Abends angezündet, signalisiert das Licht die Verbundenheit aller ZfsAler in diesen nicht einfachen Tagen.

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Das etwas andere Zeugnis

Sommerferien – das heißt immer auch Zeugniszeit. Doch in diesem Jahr ist alles ein wenig anders. Nach vielen Wochen des Homeschooling ist es noch zwiespältiger als sonst, Leistungen in abstrakten Zahlen auszudrücken. Dabei hat diese außergewöhnliche Zeit jede Menge an Lernerfahrungen, Fortschritten und Kompetenzerweiterungen gebracht. Das jedenfalls haben die Pädagoginnen und Pädagogen der UMA-Verselbständigungsgruppe ganz deutlich registriert. Und genau deshalb haben sie den Bewohnern ein etwas anderes Zeugnis ausgestellt. Es soll den Jugendlichen bewusst machen, welch tolle Leistung sie in den zurückliegenden Monaten erbracht haben, mit welchen Charakterstärken und Talenten sie die schwierige Situation für sich und in der Gruppe gemeistert haben. Vielleicht hilft ein Blick darauf, wenn zukünftig an den eigenen Fähigkeiten gezweifelt wird oder eine nicht so gute Note aus der Schule mitgebracht wird. Schulnoten sind zwar wichtig, wichtiger aber ist herauszufinden, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen und sich dementsprechende Ziele zu setzen. Unsere UMA-Bewohner haben sich auf jeden Fall ein Zeugnis verdient, dass für ihren Erfolg im Leben spricht. 

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Der Spaß am Spiel verbindet Golf und Musik

 

„Golf und Humor“ – wer seiner Stiftung einen solchen Namen gibt, räumt auf mit überholten Klischees. Kein elitärer Zirkel, sondern eine Gruppe von Menschen, die ihre sportliche Leidenschaft verbindet mit sozialem Engagement und Lebenslust. Und so passt unser Aachener Modern Music School-Projekt auch genau zu den Stiftungszielen. Kaum etwas erzeugt mehr Lebenslust als Musik, stärkt mehr das Selbstvertrauen, das Einfühlungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit als das Lernen eines Instruments. Bereits seit zwei Jahren können Kinder und Jugendliche des ZfsA – dank der finanziellen Unterstützung durch BABOR – bei der Modern Music School Einzelunterricht nehmen. Dass dieses stärkende und viel Begeisterung hervorrufende Projekt nun seine Fortsetzung findet, macht die großherzige Spende der Stiftung „Golf und Humor“ in Höhe von 5.000 Euro möglich. In der Golfsprache möchten wir Euch sagen: Ihr habt ein „Hole in one“ geschlagen. Besser könnte es nicht passen! 

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Ein Dank in Ausnahmezeiten

Corona erzeugt in fast allen Bereichen unseres Lebens einen Ausnahmezustand. Viel wurde seither über „systemrelevante“ Menschen geschrieben und der Dank an sie gerichtet. Völlig zurecht standen etwa Pflegende der Krankenhäuser und der Seniorenhilfe auf einmal im Licht der Anerkennung. Doch auch die Mitarbeitenden in der Jugendhilfe leisten zurzeit Außergewöhnliches. Und auch ihr Einsatz bis an die Belastungsgrenze ist nicht selbstverständlich. Das jedenfalls sieht Lukas Okon – Leiter unserer IPG 2 – so und formulierte einen expliziten Dank an sein Team:

„Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Team der IPG 2 des Zentrums für soziale Arbeit Burtscheid bedanken.

Was meine KollegenInnen in den vergangenen Wochen geleistet, auf sich genommen haben und welch besondere Arbeit sie leisten, all das kann ich gar nicht beschreiben. Täglich kommen sie motiviert zur Arbeit, in die Wohngruppe, wo es immer neue Herausforderungen gibt. Strukturen schaffen, einhalten und den Kindern und Jugendlichen ein zu Hause geben. Sie sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen trotz aller Einschränkungen einen „normalen Alltag“ haben, denn das ist von großer Bedeutung.

In dieser schweren Zeit sorgen sie dafür, dass die Bewohner täglich betreut werden. Ich als Gruppenleitung, bin sehr froh darüber, solche Mitarbeiter zu haben, tolle KollegenInnen, auf die ich mich immer verlassen kann.

Durch dieses TEAM entsteht das Gefühl, dass wir gemeinsam viele Herausforderungen in unserem Bereich meistern können.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin mir sicher, dass viele Gruppen in unserer Einrichtung genauso denken. DANKE!“

Lukas Okon – Gruppenleitung IPG 2

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Corona zeigt, was zählt

Der gewohnte Alltag ist passé. Auch im ZfsA wirbelt Corona die täglichen Routinen kräftig durcheinander. Keine Schule, kein Training im Verein, kein spontaner Besuch bei Freunden – stattdessen viel Zeit in der eigenen Wohngruppe. Dass sich diese gut nutzen lässt, bewies sichtbar unsere IPG 1. Ein eher unscheinbares Küchenbuffet wandelte sich in vielen Stunden handwerklicher Arbeit zu einem echten Hingucker fürs Esszimmer. Schleifen, wachsen, schmirgeln, pinseln, schrauben – alle Tätigkeiten wurden von den BewohnerInnen und pädagogischen BetreuerInnen gemeinsam mit Ausdauer und Ehrgeiz ausgeführt. Ein produktiver Zeitvertreib gegen Lagerkoller und Langeweile. Doch nicht nur große Aktionen sind in diesen Tagen gefragt. Auch kleine Überraschungen helfen, den Corona-Alltag zu verschönern. So fand jede Wohngruppe jüngst im Postfach einen bunten Umschlag mit der Aufschrift „Das Wir zählt“. Der Inhalt: eine Tüte Blumensamen. Ein Versprechen, dass Zukunft stattfindet – blühend und fröhlich – wenn wir uns zusammen darum kümmern. Danke dafür an unsere Inobhutnahme!

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