Ein Dank in Ausnahmezeiten

Corona erzeugt in fast allen Bereichen unseres Lebens einen Ausnahmezustand. Viel wurde seither über „systemrelevante“ Menschen geschrieben und der Dank an sie gerichtet. Völlig zurecht standen etwa Pflegende der Krankenhäuser und der Seniorenhilfe auf einmal im Licht der Anerkennung. Doch auch die Mitarbeitenden in der Jugendhilfe leisten zurzeit Außergewöhnliches. Und auch ihr Einsatz bis an die Belastungsgrenze ist nicht selbstverständlich. Das jedenfalls sieht Lukas Okon – Leiter unserer IPG 2 – so und formulierte einen expliziten Dank an sein Team:

„Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Team der IPG 2 des Zentrums für soziale Arbeit Burtscheid bedanken.

Was meine KollegenInnen in den vergangenen Wochen geleistet, auf sich genommen haben und welch besondere Arbeit sie leisten, all das kann ich gar nicht beschreiben. Täglich kommen sie motiviert zur Arbeit, in die Wohngruppe, wo es immer neue Herausforderungen gibt. Strukturen schaffen, einhalten und den Kindern und Jugendlichen ein zu Hause geben. Sie sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen trotz aller Einschränkungen einen „normalen Alltag“ haben, denn das ist von großer Bedeutung.

In dieser schweren Zeit sorgen sie dafür, dass die Bewohner täglich betreut werden. Ich als Gruppenleitung, bin sehr froh darüber, solche Mitarbeiter zu haben, tolle KollegenInnen, auf die ich mich immer verlassen kann.

Durch dieses TEAM entsteht das Gefühl, dass wir gemeinsam viele Herausforderungen in unserem Bereich meistern können.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin mir sicher, dass viele Gruppen in unserer Einrichtung genauso denken. DANKE!“

Lukas Okon – Gruppenleitung IPG 2

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Corona zeigt, was zählt

Der gewohnte Alltag ist passé. Auch im ZfsA wirbelt Corona die täglichen Routinen kräftig durcheinander. Keine Schule, kein Training im Verein, kein spontaner Besuch bei Freunden – stattdessen viel Zeit in der eigenen Wohngruppe. Dass sich diese gut nutzen lässt, bewies sichtbar unsere IPG 1. Ein eher unscheinbares Küchenbuffet wandelte sich in vielen Stunden handwerklicher Arbeit zu einem echten Hingucker fürs Esszimmer. Schleifen, wachsen, schmirgeln, pinseln, schrauben – alle Tätigkeiten wurden von den BewohnerInnen und pädagogischen BetreuerInnen gemeinsam mit Ausdauer und Ehrgeiz ausgeführt. Ein produktiver Zeitvertreib gegen Lagerkoller und Langeweile. Doch nicht nur große Aktionen sind in diesen Tagen gefragt. Auch kleine Überraschungen helfen, den Corona-Alltag zu verschönern. So fand jede Wohngruppe jüngst im Postfach einen bunten Umschlag mit der Aufschrift „Das Wir zählt“. Der Inhalt: eine Tüte Blumensamen. Ein Versprechen, dass Zukunft stattfindet – blühend und fröhlich – wenn wir uns zusammen darum kümmern. Danke dafür an unsere Inobhutnahme!

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Kostbare „Flaschenpost“ von BABOR

Bei BABOR dreht sich im Normalfall alles um die Schönheit. Doch aktuell produziert der Aachener Kosmetikkonzern nicht nur Beauty-Produkte, sondern auch Handdesinfektionsmittel auf Hochtouren. Mehr als 15.000 Flaschen sind am hiesigen Standort bereits produziert worden. Es ist wie Geschäftsführer Horst Robertz es formuliert, ein kleiner, solidarischer Beitrag in der Corona-Krise.  Für das Zentrum für soziale Arbeit ist dieser „kleine“ Beitrag Gold wert. Die von BABOR kurzfristig gespendeten Flaschen helfen, Kids und Betreuer in den zahlreichen Wohngruppen zu schützen. Die Unterstützung kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn ein leergefegter Markt hatte alle zuvor getätigten Kaufgesuche ins Leere laufen lassen. Nun kann im ZfsA wieder dem Gebot der Stunde gefolgt werden: Hände waschen! Im Kampf gegen das Corona-Virus momentan eine der einfachsten, aber auch wichtigsten Schutzmaßnahmen. So wie wir durften sich noch weitere öffentliche Einrichtungen und Einsatzkräfte über die kostbare „Flaschenpost“ aus dem Hause BABOR freuen. Unser aufrichtiger Dank gilt allen an der Produktion und der Spende Beteiligten!

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Alles wird JUH’t!

Ist der Regenschauer auch noch so heftig, irgendwann kommt wieder die Sonne heraus. Mit dieser Mut machenden Botschaft ist die Aktion „Alles wird gut“ ursprünglich in Italien gestartet. Seither haben sich die bunten Regenbogenbilder und -fahnen in allen von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern ausgebreitet. Auch im Haupthaus des ZfsA am Branderhofer Weg schmücken sie bereits viele Fenster. Die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppen und unserer Montessori Kindertagesstätte haben sie gemalt, um den Vorbeigehenden Zuversicht und Freude zu schenken. Erlaubt haben sie sich dabei aber eine kleine Variation des Aktionsmottos. Im ZfsA heißt es: Alles wird JUH’t. Eine augenzwinkernde Anlehnung an den früheren Namen des Burtscheider Jugendhilfezentrums – kurz JUH. Mit den farbenfrohen Zeichnungen zeigen sich die jungen Künstler aber auch solidarisch. Sie sagen: Wir bleiben zuhause und schützen damit uns und andere. So spannt sich der Regenbogen zurzeit um die ganze Welt.

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Immer wenn wir lachen stirbt irgendwo ein Problem

„LOL“ – das schreibt sich in der digitalen Welt schnell. In der realen Welt geht Kindern und Jugendlichen aus vielerlei Gründen oft das Lachen verloren. Dabei ist Lachen ein menschliches Grundbedürfnis. Es befreit, baut Stress ab, öffnet Türen, bringt Leichtigkeit und Freude ins Leben. Das zu spüren, ist stets Teil der Biographie-Arbeit im ZfsA. Eine intensive Auseinandersetzung mit positiven Emotionen ermöglichte ein Workshop im Rahmen des frisch gestarteten Projekts „Lachende Kinder und Jugendliche“. Angeleitet von einem Profi-Fotografen bannten die Teilnehmenden ihre Gedanken und Gefühle auf Polaroids. Beste Fotomotive lieferten eine Seifenblasen-Maschine, aufgebaut an der Stolberger Burg, und das Experimentieren mit Farbpulver auf dem Außengelände der Wohngruppen in Stolberg-Zweifall. Dann hieß es den richtigen Moment erwischen, um eindrucksvolle Bilder zu bekommen. Dass das gelungen ist, dokumentiert eine Ausstellung im Zentrum am Branderhofer Weg. Finanziert wurde der Workshop vom Aachener Kosmetikunternehmen BABOR. Ihnen ist es seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit, dass im ZfsA das Lachen zuhause ist. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön. Selbstverständlich auch an Foto Kleer, die dieses Projekt hervorragend umgesetzt haben.

Fotos: Foto Kleer (www.foto-kleer.de)

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