
Das bin Ich! Eine solch abschließende Feststellung sollte und kann wohl keiner treffen. Viel zu sehr handeln wir Menschen situationsbezogen, übernehmen Rollen und verändern uns mit Erfahrungen. Doch das so betitelte Jahresthema des ZfsA-Arbeitskreises Werte und Glauben liefert einen guten Aufhänger, immer wieder neu auf das eigene Ich zu schauen. Was prägt mich im Wesentlichen, welche Vorlieben, Wünsche und Ziele habe ich? Welche Eigenschaften sind mir lieb oder wo würde ich mich gern verändern? Zeit und Raum für diese Selbstvergewisserung bot den Mitarbeitern des ZfsA der Besinnungstag in und um Schloss Merode. Bestens vorbereitet durch den AK und Pastor Rainer Mohren nahm er einen abwechslungsreichen Verlauf. Ob spielerisch mit Masken, wortreich oder meditativ – die Impulse kamen an und setzten Kopf und Herz in Bewegung. Nicht zuletzt der Spaziergang durch den Meroder Wald zur „ritterlichen“ Laufenburg gab dann noch einmal Gelegenheit, nicht nur als Ich, sondern als Gemeinschaft unterwegs zu sein. Beim Abschluss in der Meroder Kapelle erhielt jeder Teilnehmende ein Gedicht und einen Spiegel – eine Checkmöglichkeit wohl nicht nur für das Styling.

Der europäische Fernwanderweg ist ein Klassiker unter den Alpenüberquerungen. Auf dieses Alpinabenteuer haben sich in den Sommerferien sechs Kinder und Jugendliche des ZfsA sowie drei BegleiterInnen eingelassen. Nüchtern zusammenfassen lässt sich die Wanderung in Zahlen: 6 Tage, 110 Kilometer, 4500 Höhenmeter Aufstieg, 5200 Höhenmeter Abstieg. Doch dahinter steht viel mehr. In Erinnerung bleiben werden für alle Teilnehmenden die Begegnung mit einer imposanten Bergwelt und vor allem die täglichen Herausforderungen. Mit jeder Kletterpassage, mit jedem ermüdenden Anstieg, mit jedem Kilo zu viel im Rucksack wurden Grenzen erfahren und vor allem verschoben. Wie stark die Motivation, die Kraft und der Teamzusammenhalt in diesen Tagen wuchsen schildert eindrucksvoll das Reisetagebuch der Gruppe. 




